FAQ

1. Koffein macht süchtig
Falsch!  Koffein ist zwar ein Alkaloid, das in hohen Dosen als Rauschmittel wirkt - seriöse Forschungsergebnisse bestätigen aber, dass es eine Koffeinabhängigkeit im Sinne einer Sucht nicht gibt.

2. Espresso ist stärker als Filterkaffe
Falsch! Wenn man "stark" auf den Koffeingehalt bezieht, so ist genau das Gegenteil der Fall: Eine Tasse Espresso enthält rund 50 mg Koffein, während eine Tasse Filterkaffee 100 - 150 mg Koffein enthält. "Stärker" wirkt der Espresso nur, weil durch die Art der Zubereitung mehr Aromastoffe aus dem Kaffeepulver gelöst werden.

3. Guter Kaffee besteht nur aus Arabica - Bohnen
Falsch! Es stimmt zwar, dass die Arabica - Bohnen aromatischer und die Robusta - Bohnen herber im Geschmack sind.

4. Kaffee macht nervös
Falsch! Nicht nur das Koffein, sondern auch ein Teil der Röststoffe tragen zur anregenden Wirkung des Kaffees bei, die sich rund 30 Minuten nach Genuss entfaltet. Bei einem Konsum von bis zu 5 Tassen pro Tag wirkt sich Kaffee vielmehr positiv auf die Leistungsfähigkeit aus: Die Gehirndurchblutung wird gesteigert und damit auch Konzentration, Reaktion und Aufnahmenbereitschaft.

5. Kaffee schmeckt mit jedem Wasser gleich
Falsch! Vor allem der Härtegrad und der pH-Wert des Wassers haben einen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees. Weiches Wasser verstärkt, hartes Wasser schwächt die Fruchtsäuren um Kaffee: Ideal ist Wasser mit 8° dH. Saures Wasser hat einen pH-Wert < 7, basisches Wasser > 7 : Wasser mit einem
pH - Wert von exakt 7 ist für den Kaffee ideal. Natürlich sollte das Wasser stets frisch sein.

6. Fettarme Milch taugt nicht zum Schäumen
Falsch! Die Schaumqualität hängt vom Proteingehalt und nicht vom Fettgehalt der Milch ab. Jede Milch lässt  sich daher schäumen - auch Sojamilch und lactosefreie Milch!

7. Kaffee erzeugt Bluthochdruck
Nach aktuellem Wissensstand stellt ein gemäßigter Kaffeekonsum selbst für Personen mit bereits erhöhtem Blutdruck keine Gefahr dar. Zu einem Blutdruckanstieg kommt es nur bei Menschen, die sonst nie Kaffee trinken. Kaffee enthält in geringen Mengen auch Kalium, das als senkender Gegenspieler des blutdrucksteigernden Kochsalzes gilt. Menschen mit Herzproblemen sollten sich zwar mit ein bis zwei Tassen pro Tag begnügen, ein plötzlicher Verzicht auf Kaffee kann lauf Studien aber mehr schaden als nützen.

8. Kaffee lagert man am besten in Dosen
Da Kaffee sein volles Aroma nur ganz kurze Zeit nach der Röstung behält, sollte er schnell verbraucht werden. In Dosen darf man ihn nur in der Originalverpackung aufbewahren -  Umfüllen beschleunigt den Aromaverlust erheblich.

9. Kaffee kann man auch im Kühlschrank aufbewahren
Die aromatischen Verbindungen des Kaffees sind zwar gegen Kälte immun, im Kühlschrank ist allerdings die Gefahr der Kondensation und damit des Aromaverlustes oder gar der Schimmelbildung groß!

10. Kaffee sorgt für Schlafstörungen
Entgegen anders lautenden Behauptungen kann eine Tassee Kaffee - gerade aufgrund seiner gefäßerweiternden Wirkung - beim Einschlafen sogar helfen! Leichte Schlafstörungen  können nur bei extremen Gelegenheitskonsumenten auftreten!

11. Kaffee ist schlecht für den Magen
Magenprobleme werden durch Genuss von Espresso vermieden, denn die Bohnen werden hier länger und stärker geröstet, so werden Säuren und andere reizende Substanzen zerstört. Wer Probleme mit dem Cholesterinspiegel hat, sollte hingegen Filterkaffee bevorzugen, da dieser Diterpen und Cafestol weitgehend herausfiltert.

12. Am besten mahlt man Kaffee mit einer Mühle
Frisch gemahlen schmeckt Kaffee zwar am intensivsten. Besser als Mühlen mit rotierenden Messern sind aber Mahlwerke mit Mahlscheiben, da diese viel feiner mahlen und die Bohnen nicht zerhacken.

13. Salz auf dem Kaffeepulver fördert den Geschmack
Salz hat keinerlei geschmacksfördernde Wirkung. Stattdessen hat der salzige Geschmack einen negativen Einfluß auf das Aroma des Kaffees.

 14. Die Qualität des Espresso steigt mit dem Wasserdruck
Der ideale Wasserdruck in der Espressomaschine beträgt 9 bar ± 0,5 bar. Übersteigt der Druck 10 bar, fließt das Brühwasser zu rasch durch das Kaffeepulver und öst die Inhaltsstoffe nicht richtig. Der Kaffee schmeckt langweilig.

15. Langsamer Wasserdurchfluss erhöht das Aroma
Tropft das Wasser in der Filterkaffeemaschine zu langsam, lösen sich zu viele Bitterstoffe zu langsam und der Kaffee wird bitter. Fließt es dagegen zu schnell, bleibt der Kaffee säuerlich.

16. Kaffee entwässert den Körper
Falsch! Die entwässernde Wirkung des Kaffees ist weit weniger ausgeprägt als bisher vermutet und stellt bei einem Konsum von bis zu 5 Tassen täglich kein gesundheitliches Problem dar. Es werden auch weit weniger wertvolle Mineralien wie Calcium ausgeschieden als angenommen. Genießt man seinen kaffee mit einem Schlückchen Milch, so braucht man absolut keine Angst vor Osteoporose zu haben.

17. Auch Mineralwasser eignet sich zur Zubereitung
Wasser mit hohem Mineraliengehalt ist nur bedingt für die Kaffeezubereitung tauglich, da die Mineralien die feinen Säuren des Kaffees neutralisieren.

18. Kaffee hilft beim Ausnüchtern
Falsch! Leider! Die belebende Wirkung des Kaffees führt dazu, dass man sich etwas frischer und munterer fühlt. Der Alkohol im Blut wird dabei aber nicht rascher abgebaut.

19. Kaffee ist schlecht für die Zähne
Das Gegenteil ist der Fall, denn die im Kaffee enthaltenen Bitterstoffe sollen nach aktuellen Erkenntnissen die Zähne sogar schützen!

20. Den besten Espresso bekommt man in Italien
Falsch! Natürlich ist Italien die Heimat der Espressokultur. Mittlerweile gibt es aber auch in vielen anderen europäischen Ländern Espressokaffee in einer Qualität, die jener der italienischen Marken um nichts nachsteht.

Quelle: Rolling Pin März I / 2007

 
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